Kreuzschlitzschrauben aufbringen

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Kreuzschlitzschrauben aufbringen

Beitragvon blochbert » Di, 31 Mär 2009, 19:14

Da ich schon eine Kreuzschlitzschraubenallergie habe, wollte ich einen kleinen Tip geben der sehr hilfreich sein kann.


Ich habe schon alles probiert wenn wieder so ein blöder Schrauben nicht aufgeht, aber das einzige was wirklich gut und fast immer geht ist die Schrauben aufzumeisseln. Etwas aufschweissen, Handschlagschrauber usw. sind zwar toll, aber so richtig effektiv ist nur der Hammer und der Meissel.


Vielleicht hilft es ja jemandem weiter.


Ach ja, noch besser ist wenn man zu zweit ist, einer hält mit einem Schraubenzieher die Schraube auf Spannung, und der andere meisselt.
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Beitragvon jörgl » Di, 31 Mär 2009, 20:34

Aufmeißeln is eine gute Idee, geht aber stellenweise nicht :arrow: bei den Verbreiterungen zB (wenn man nicht unbedigt vor hat, durch die harten Schläge das Blech noch mehr zu beleidigen als nötig)

Eine Möglichkeit ist noch mit der kleinen Flex und der 1mm-Scheibe (vorausgesetzt man hat Platz) einen Schlitz zu schneiden und dann mit einem großen Schraubenzieher oder einer Ratsche und einem Schlitz-Bit sein Glück zu versuchen.


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Beitragvon VITARIX » Fr, 03 Apr 2009, 19:53

Hatte heute auch das "Vergnügen" bei der Stoßstange hinten vom Vitara.
Einige lösten sich nach der Behandlung mit WD40 bei den anderen hab ich den "Kopf" abgebohrt.
Werde dabb später die Schraube ausbohren und Gewinde nachschneiden.
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Beitragvon blochbert » Fr, 03 Apr 2009, 19:59

VITARIX hat geschrieben:hab ich den "Kopf" abgebohrt.
Werde aber später die Schraube ausbohren und Gewinde nachschneiden.




Darum mein Vorschlag mit dem Meissel, da brauchst nix bohren und nachschneiden.
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Beitragvon ohu » Fr, 03 Apr 2009, 20:05

Schrauben bohr ich in der Regel einfach auf, bei 8er Schrauben mit nem 7er Bohrer, bei 6er mit einem 5er.
Die Köpfe dann mitm Meissel abgeschlagen und den Stummel kann man meistens mit der Zange noch rausdrehen. :wink:
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Beitragvon bombo » Fr, 03 Apr 2009, 20:28

oder einfach ne mutter auf den kopf schweissen.
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Beitragvon BlueMax » So, 17 Mai 2009, 9:16

Hallo,
hab meine Schrauben mit nem Gasbrenner ( Lötlampe) Warm gemacht.
(Darauf Achten, das der Lack keinen Schaden nimmt)
grosser Kreuz mit Sechskannt Flansch, Ringschlüssel drauf und
min 3/4 der Schrauben gingen auf.
Den Rest mit der Flex-Schitz Methode aufgemacht.
Dabei den Schlitz Schraubendreher mit einer grossen Pumpenzange(Rohrzange) am Schraubenzieher-Schitz-Kopf packen.
Widerspenstigen Schrauben dann Aufgebohrt und neu geschnitten.
So hab Ich es gemacht.
Vielleicht hilt`s.
Grüsse
...zurück zur Natur, aber nicht zu Fuss.
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Beitragvon ayzer » Do, 03 Dez 2009, 20:30

hallo,
nach längerem rumärgern mit den kreuzschlitzschrauben wollt ich hier auch mal was leisten, vielleicht hilft diese alternative ja jemandem...
geht sehr gut, geht alleine, geht mit wenig lärm und vor allem: geht schnell.
Beispiel Türscharnier:
Kopf mit einem Bohrer D 8mm abgebohrt
Bild

danach mit einem HSS Bohrer D 4,2mm in die (durch den 8mm Bohrer bereits vorzentrierte) Schraube bohren (ca. 5-6mm tief)
Bild

dann einen 4er Inbus (Innensechskantstiftschlüssel) in das 4,2er Loch treiben (Hammer) und einfach rausdrehen.

Bild

durch die Schlüsselweite von 3,9mm und einer Flankenweite von 4,5mm entsteht durch das reinschlagen automatisch ein Innensechskant.

geht bestimmt auch bei abgerissenen Schrauben, hab ich aber noch nicht probiert.
jedenfalls spart man sich das nachschneiden und beschädigt das Gewinde nicht.
Gruss
ayzer
... dann war er im gelände (wenn auch nur auf 2 Rädern)
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Beitragvon user gelöscht » So, 21 Feb 2010, 20:17

Hallo,
zu dem Thema Kreuzschlitzschrauen lösen, habe ich an meinen Türscharnieren einige Erfahrungen gemacht. Wollte mich auch mit einem 8mm Bohrer beschäftigen. Hatte aber keinen. Dadurch habe ich mit 10mm gebohrt. Klappt deutch besser als 8mm.
Die Köpfe werden dadurch "abgebohrt", und man bohrt auf keinen Fall zutief mit 10mm. Wenn nun das Scharnier abgenommen wird, stehen immer ca. 5mm Schraubengewinde aus der Karrosse. Eben die Dicke des Scharnierbleches. Das Gewinde läßt sich prima mit einer Zange greifen. Da die Schraube den Kopf verloren hat, gibt es auch keine Vorspannung im Gewinde. Alle Schrauben ließen sich einfach drehen. Manche sogar mit den Fingern. Es geht besser, wenn man mit 5mm Vorbohrt.
user gelöscht
 

Beitragvon Enno23 » Sa, 02 Okt 2010, 12:24

mit was bohrt ihr denn die schrauben auf?
das ist doch relativ mühsam weil die doch gehärtet sind, oder?
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