Vollrestauration Samurai Einspritzer

Ihr wollt uns an euren Umbauten o.ä. teilhaben lassen??
... dann hier rein damit!

Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon muzmuzadi » Mi, 02 Nov 2016, 21:54

Du bist völlig krank!!!

Bitte unbedingt weitermachen!!! =D> =D>
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
durch den tausch von geld gegen einen solchen scheißhaufen wirst du mitglied im suzuki offroad club und darfst dich offiziell als nicht ganz dicht bezeichnen :)
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon Kalle. » Mi, 02 Nov 2016, 22:15

Das war so im Februar, da dachte ich, bist ja fast fertig, das schaffst du doch locker bis August. Also schonmal die Fähre nach Island gebucht. Ich hatte ab jetzt also eine Deadline und entsprechend mit dem dahingleiten der Monate zunehmend Stress.
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon Kalle. » Mi, 02 Nov 2016, 23:09

Jetzt kann das Auto zusammengebaut werden. Als erstes die Löcher für die Karosseriebesfestigung bohren. Die originalen Bodygummis waren mir viel zu teuer und außerdem existieren die Aufnahmen am Rahmen nicht mehr, daher habe ich mir aus einer Gummimatte Scheiben gestanzt. Je eine unten, drei dazwischen und eine oben.
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Die Blech-Kotflügelverbreiterungen kopiere ich aus Epoxi und Glas-Biaxialgelege, allerdings mit einem Klebeflansch, um diese komischen Befestigungsbleche, die immer wegrosten, weglassen zu können.

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Hier sind sie dann schon angeklebt und eingespachtelt. Da das Spachteln von so großen, planen Blechen wegen Vibrationen immer problematisch ist, habe ich meine Ansprüche an eine gute Fläche etwas zurückgestuft und einen sehr hochwertigen Epoxi-Spachtel verwendet.

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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon Kalle. » Mi, 02 Nov 2016, 23:43

Zum Lackieren habe ich für ne schmale Mark ein billig-Partyzelt gekauft und einen Stallvenitlator angeschlossen, um den Lacknebel rauszupusten. Das hat wirklich hervorragend funktioniert. Danach folgen dann Sachen die spass machen: Neue Frontscheibe einkleben, Cockpit zusammenbauen, Dach dämmen etc.
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon OZ83 » Mi, 02 Nov 2016, 23:49

Ich hau mich weg der Abfluss ist gut! =D>
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon Kalle. » Do, 03 Nov 2016, 0:18

Jetzt war nur noch gut ein Monat Zeit bis zum Fährtermin. Ab jetzt durfte einfach nichts mehr schief gehen. Tüv hatte der Wagen zum Glück noch, da ich ihn doch tatsächlich mit frischem Tüv ohne Mängel gekauft hatte. Ich habe mir trotzdem einen Prüfer eingeladen, mit dem ich wegen den Eintragungen alles Mögliche besprochen habe. Also werden jetzt Stoßstangen gebaut, andere Sitze eingebaut und Größere Räder besorgt.

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Die Frontstoßstange hat in der Mitte ein Zugmaul für Anhänger mit Ringöse und als Highlift-Aufnahme. Mit dem Bolzen wird auch das Nummernschild, welches auf der Rückseite das entsprechende Gegenstück bekommt, festgemacht.
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon Kalle. » Do, 03 Nov 2016, 0:33

Joa und dann... Montag zum Leistungsprüfstand wegen Tachovoreilung, Mittwoch Eintragungen machen lassen, Donnerstag zur Zulassungsstelle, zwischendurch immer Kleinkram machen und ganz viele Testfahrten, am Wochenende noch die Motorhaube lackieren und einen Expeditionsdachgepäckträger bauen und Montag Abend ab nach Hirtshals auf die Island Fähre. Es hat tatsächlich geklappt.
Nur die Türen muss ich noch machen und ein bisschen Innenverkleidung. Zumindest dachte ich das vor Island...
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon Pit-S3 » Fr, 04 Nov 2016, 9:17

Das Holz sieht Super aus!!!!!
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon OZ83 » Fr, 04 Nov 2016, 21:56

Und jetzt folgt der Island -Bericht? =P~
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Re: Vollrestauration Samurai Einspritzer

Beitragvon Kalle. » Sa, 05 Nov 2016, 13:45

Der Bilderbericht folgt noch, ja. Zum Auto: Die ersten paar Tage hat alles super funktioniert, ich war selber überrascht, denn so richtig viele und lange Testfahrten konnte ich ja nicht machen. Doch dann fingen so langsam die Probleme an. Ich hatte ziehmlich viel Bergematerial mit, weil ich nicht wusste was mich erwartet. Highlift, Greifzug mit 20m Seil, diverse Gurte, Seile und Schäkel, eine richtige Spatenschaufel, ganz viel Werkzeug, 40 Liter Benzin, 20 liter Wasser...und eben das was man so fürs Camping braucht. Dementsprechend schwer war das Auto und wir mussten uns die Steigungen immer mit richtig hohen Drehzahlen hochkämpfen. Außerdem war das Fahrwek etwas überlastet. Vorne hatte ich neue, verstärkte Federn eingebaut, die waren super, doch hinten dachte ich die Alten tuns noch. Taten sie erst auch, doch scheinbar hatten sie über die Jahre an Elastizität verloren, so dass mein Heck wärend der Reise immer weite nach unten sackte, bis ich am Ende nur noch ca. 5 cm Federweg hatte und entsprechend häufig aufsetzte. Außerdem sind hinten die Stoßdämpfer durch das geruckel auf den groben Schotterpisten undicht geworden. Vorne waren scheinbar die originalen Stoßdämpfer etwas zu kurz für die verstärkten Federn, sie wurden irgendwann beim schnellen Ausfedern entzwei gerissen. Da musste ich dann erstmal ein paar Tage ohne fahren, bis wir eine Stadt gefunden haben, wo es neue zu kaufen gab.
Als das alles wieder einigermaßen Funktionierte, haben wir uns ins Hochland gewagt und auch tatsächlich kaum Probleme gehabt, außer dass sich immer mal irgenwelche Schrauben losegrüttelt hatten. Besonders ärgerlich waren die Dachgepäckträgerhalter, ganz normale gekaufte, die für solche Dachlasten und Vibrationen einfach nicht gemacht waren. Da mussten wir eigendlich jeden Tag die Schrauben nachziehen, manchmal auch mehrmals am Tag. Bei einer Wasserdurchfahrt ist noch die einzige originale Schweißnaht am Auspuff gerissen (Hosenrohr-Kat), was sich mit zwei Schlauchschellen und einer aufgeschnittenen Konservendose einigermaßen reparieren ließ.
In der letzten Woch dann der Supergau: Motorschaden. Zum Glück hatten wir hier schon fast alles gemacht, was wir machen wollten. Auf einmal hat der Motor genagelt wie ein alter Diesel und unmengen an Öl verbrannt. Nach Begutachtung der Zündkerzen sah man, das der dritte Zylinder Ärger machte. In der Ölwanne habe ich dann die Reste vom Kolbenhemd des dritten Kolbens gefunden. Wir sind dann noch gut 100 Kilometer bis zu einer Werkstatt gefahren, welche noch versuchte einen Austauschmotor zu beschaffen, was sich allerdings als unmöglich herrausstellte. Also musste ich weiterfahren und die Daumen drücken, es bis zur Fähre zu schaffen. Der ADAC würde mir trotz Plus Mitgliedschaft nich wirklich helfen, da da Auto zu alt sei und ein wirtschaftlicher Totalschaden bestünde. Alles was ich tun konnte war immer ordentlich Öl nachzukippen und in ganz niedriegen Drehzahlen zu fahren. Das Steuergerät habe ich noch überbrückt, damit es nicht durch die falsch gemessenen Abgaswerte das Gemisch völlig verkehrt einstellt.
So haben wir es dann mit ganz viel gutem Zureden noch 1400 Kilometer nach Hause geschafft.
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