Korsika im Juni 2014

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Korsika im Juni 2014

Beitragvon Charel » So, 22 Jun 2014, 20:59

Anfangs des Jahres kam mir zusammen mit einem Vereinskollegen die Idee eine Tour nach Korsika zu starten. Als Zeitraum stand schnell Pfingsten fest da wir beide da frei hatten. Also wurde geplant, Fähre gebucht und Autos vorbereitet. Anfangs sollte ich noch mit einem Grand Vitara mitfahren, aber kurz davor habe ich dann den Weg zum Jimny gefunden. Dieser wurde dann in kurzer Zeit für die Reise vorbereitet und entsprechend umgebaut.

Am Vortag der Abreise wurde dann noch alles eingepackt und am 7. Juni ging es dann los in Richtung Italien.

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Die Fahrt verlief gut, bis auf einen Stau bei Bellinzona wegen einem Unfall. Dieser hat uns rund eine Stunde gekostet.

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Nach einem Zwischenstopp mit Übernachtung in Parma, ging es dann tags darauf weiter in Richtung Livorno wo wir dann gegen 14.00 Uhr anbord der Sardinia Regina fuhren.

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Fliegen hatte ih auch einige gesammelt.

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Die Kollegen im Defender kamen erst ganz zum Schluss an Bord.

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Nach einer ruhigen, vierstündigen Überfahrt konnten wir dann in Bastia anlegen und bei bestem Wetter unseren ersten Campingplatz in St. Florent ansteuern. Hier haben wir dann unser erstes Nachtlager aufgeschlagen und abends wunderbar in einem tollen Restaurant gespeist. Somit war der erste Tag auf der Insel auch schon rum.

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Am darauffolgenden Tag stand dann die erste Offroadtour an. Sie führte uns durch den Désert des Agriates hoch zur Plage de Saleccia. Die rund einstündige Fahrt über holprige Pisten verlief problemlos und der Jimny hat sich gut geschlagen. Ich war auch froh eine Klimaanlage an bord zu haben bei rund 32°C und Staub ohne Ende. Der Désert des Agriates ist wie der Name es schon sagt eine Wüste. Die karge Gesteinslandschaft ist mit trockenem Gebüsch und Macchia Sträuchen bedeckt. Jetzt im Juni präsentierte sich alles noch recht grün aber über den Sommer hinweg trocknet das Gebiet zunehmends aus.

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Eine Wasserdurchfahrt in Meeresnähe konnten wir auch noch finden.

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Die Nacht haben wir dann auf einem Campingsplatz in der Wüste selbst verbracht. Der Platz bot nur wenig Komfort, aber für eine Nacht war es ganz in Ordnung.

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Am Tag darauf ging es dann zurück durch die Wüste Richtung Berge. Ein paar Kühe trieben sich noch beim Campingsplatz rum.

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Wieder auf befestigten Straßen angekommen fuhren wir nun weiter zur Westküste. Nach einer kleinen Mittagspause fuhren wir hoch in die Berge um dort eine weitere Piste unter die Räder zu nehmen. Diese zeigte sich schon etwas anspruchsvoller da sie teils stark ausgewaschen, ordentlich felsig und steil war.

Aber oben angekommen zeigte sich uns ein wunderbares Bergpanorama mit Meeresblick.

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Danach folgte dann die Abfahrt über enge, kurvenreiche Bergstraßen nach Algajola wo wir für die Nacht ein Hotel gebucht hatten. Das Hotel lag unmittelbar am Meer und war eine schöne Abwechslung zu den beiden Nächten im Zelt.

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Tagsdarauf stand dann die Weiterfahrt in den Süden an. Wir haben uns enstchieden an der Westküste entlang zu fahren da diese landschaftlich wesentlich schöner ist als die flache, mit Industrie bedeckte Ostküste.

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Nach gefühlten 1000 Kurven kamen wir dann nach ca. 6 Stunden Fahrt im Bavella Massiv an.

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Hier mieteten wir uns für zwei Nächte auf einem schönen Campingplatz nahe Zonza ein. Den Abend verbrachten wir dann in Zonza selbst, einem Schnittpunkt in den Bergen wo abends richtig was los ist und gute Restaurants zu finden sind.

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Am Donnerstag stand dann die Königsetappe an. Die berühmt berüchtigte "Piste des Seigneurs" stand auf dem Tagesplan. Ich kannte die Strecke bereits aus meiner Kosrikareise 2012 bei der ich sie noch mit meinem Jeep Wrangler gefahren bin. Die Strecke ist definitiv nicht anfängertauglich und man sollte sie auch nicht alleine fahren. Über 6km führt sie über Felsen, Auswaschungen und Geröllpisten den Berg hoch.

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Aber die Fahrt lohnt sich. Einerseits wegen dem Glände welches man hier kaum finden wird und andererseits wegen der Aussicht welche sich vom Gipfel bietet.

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Der Jimny hat die Strecke mit Bravour und ohne Schaden gemeistert, auch wenn's ein paar mal knapp war mit der Bodenfreihet. Oben angekommen haben wir noch ein äußerst fragwürdiges Essen bei der Bergerie zu uns genommen und dann ging's über staubige Pisten wieder runter.

Unten angekommen fuhren wir in Richtung Ospedalesee, einem Stausee welcher oben in den Bergen liegt und ein reiner Trinkwasservorrat ist. Nicht weit entfernt kann man auch eine rund 2,5km lange Wanderung zu einem Wasserfall unternehmen welche wir uns dann auch noch angetan haben. Obowhl der Weg als einfach ausgeschildert ist, muss man sehr gut zu Fuß sein da der letzte Teil teils senkrecht runter zum Wasserfall führt. Aber auch hier boten sich wieder wundervolle Bergpanoramas.

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Unten kann man noch einen meiner Mitreiser erkennen.

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Unten angekommen bot sich dann ein atemberaubender Blick auf den 60m hohen Piscia di Gallo.

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Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann wieder hoch.

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Und den hier haben wir uns redlich verdient.

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Abends fuhren wir dann noch kurz zum Bavella Massiv hoch wo wir dann den Sonnenuntergang genossen bevor wir wieder Richtung Zonza fuhren.

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Eine der besten Aussichten welche ich bisher hatte.

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Nach einer weiteren Nacht im Zelt ging es dann wieder hoch Richtung Bastia da sich unsere Reise leider dem Ende zuneigte. Über die wenig anspruchsvolle Ostküste ging es über Schnellstraßen recht schnell voran sodass wir gegen 18.00 Uhr in unserer Unterkunft angekommen sind. Wir hatten uns für eine Nacht eine Wohnung in einem altem Bauernhof in Patrimonio gemietet.

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Den letzten Abend auf Korsika verbrachten wir dann noch in einem Restaurant in Nonza. Die Aussicht auf den Sonnenuntergang über dem Meer war ein toller Abschluss für die Woche.

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Nach einer kurzen Nacht ging es dann recht früh Richtung Bastia um dort gegen 8.00 Uhr anbord der Mega Smeralda, dem größten Schiff von Corsica Ferries, zu fahren.

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Und somit ließen wir Korsika hinter uns und schipperten wieder Richtung Livorno.

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Noch ein letzer Blick Richtung Bastia bevor die Insel im Dunst verschwand.

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Und nachdem der Lotse anbord gegangen war, konnten wir nach einer ruhigen Überfahrt in Livorno anlegen und von Bord gehen und die lange Heimreise antreten.

Nach einem kurzen Tankstopp ging es dann Richtung Heimat wo wir teilweise von Regen begleitet wurden.

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Und somit war eine Woche voller Erlebnisse, tollem Essen, Ausblicken und Pisten zu Ende. Korsika ist immer eine Reise wert und es war definitiv nicht das letzte Mal dass ich dort war.
Nach rund 13 Stunden waren wir dann wieder zu Hause angekommen und ich konnte endlich erschöpft ins Bett fallen.

Der Jimny hat sich als guter Reisebegleiter erwiesen. Platz bietet er genug wenn man alleine reist und die Pistenteuglichkeit steht ja eh außer Frage. Der Verbrauch lag zwischen 8l auf der Autobahn und 12l in den Bergen.

Und hiermit schließe ich dann meinen kleinen Reisebericht ab. Ich hoffe er hat euch gefallen.
Gruß
Charel
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Beitragvon kolben » Mo, 23 Jun 2014, 12:55

Sehr schöne Tour habt ihr gemacht! ::will::
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Beitragvon ModderOskar » Mo, 23 Jun 2014, 15:48

Also ich denke Ihr habt alles richtig gemacht. -Tolle tour, man direkt ins träumen. -

Ich finde solche Berichte könnten hier ruhig öfter erscheinen.


Danke !!!
Gruß aus Ostwestfalen/Lippe
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Re: Korsika im Juni 2014

Beitragvon traildriver » Di, 24 Jun 2014, 0:59

Aber die Fahrt lohnt sich. Einerseits wegen dem Glände welches man hier kaum finden wird und andererseits wegen der Aussicht welche sich vom Gipfel bietet.

"Lecker" eine Woche solche Wege und ich wäre dabei! :wink:
Ich weiss wie Erde schmeckt!
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Re: Korsika im Juni 2014

Beitragvon Rechi » So, 07 Sep 2014, 16:31

Hallo!

Ein echt toller Bericht!! Die Fotos sind grandios, da sind so Einige dabei aus denen könnte man sogar ne Fototapete machen, das würde sich absolut lohnen.
Schade dass da nicht mein Offroader steht, grins das würde ich sonst umsetzen mit der Fototapete, lach! Evtl mal Photoshoppen, lach!

Ne im Ernst, das ist total toll da bekomme ich absolutes Fernweh!

Rechi
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Re: Korsika im Juni 2014

Beitragvon Udu » Fr, 12 Sep 2014, 17:23

Hi Rechi,

machs nicht so kompliziert, Fototapete kannste leicht machen lassen, aber so ein Auto im Wohnzimmer, biste sicher??

Bist wohl Single, meine Frau wäre nicht begeistert!!!!!

Und wenn du ne Fototapete machen willst, solltest du dir ehrlich besser ein eigenes Bild machen, mach dich auf die Reifen und knipse ein bisschen!!

Wenn du immer noch Lust hast, guck doch mal bei WIRmachenDRUCK!

Udu #-o
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