Probleme nach Drosselklappen Einstellung

Hier kommen alle Technik Fragen und Probleme rein!
Bitte hier sachlich bleiben ...

Probleme nach Drosselklappen Einstellung

Beitragvon oeddel » So, 21 Mär 2021, 11:46

Hallo zusammen,

gestern bin ich mal an das Drosselklappenpoti ran, um das mal vernünftig einzustellen. Die passende Anleitung gibt es ja hier im Forum.
Siehe hier viewtopic.php?t=21816

Warum ich das mache? Hatte die Einspritzung auseinander gebaut um die Dichtungen zu erneuern. Der Motor lief nie wirklich schlecht, aber im 5.Gang ab 100km/k ist der Wagen manchmal einfach nur eine Gurke. Dachte hier eventuell entgegenwirken zu können.

Den notwendigen Wert von 0 Ohm habe ich jedoch nie hinbekommen, das kleinste war 200 Ohm an Klemme C und D, dachte aber das sollte passen. Den nötigen Unterdruck am Drosselklappenansteller habe ich mit dem Mund hinbekommen und den Unterdruckschlauch zugedrückt, das hat gut funktioniert. Die Fühlerlehre mit 0,2; 0,3; und 0,4 hatte ich auch zur Hand und immer wieder mit dem Multimeter gemessen.
Nach dem Zusammenbauen gings dann los. Sehr unrunder Leerlauf, richtig schönes sägen. Das blaue Ventil (mir fällt der Namen gerade nicht ein) mit den zwei Unterdruckschläuchen, hat die ganze Zeit angesteuert bzw. gegengeregelt. Das war ein durchgehendes Klackern. Hat man den Schlauch am Luftfiltergehäuse abgezogen, so hörte man ein schnelles dumpfes Klopfen aus dem Schlauch. Ein dunkler Ton, als würde man mit der Hand auf eine große Kiste klopfen. Mit ein bisschen mehr Gas ging das ganze Weg. Mit erreichen des Leerlaufs fing es dann wieder an. Drehzahl schwankte immer zwischen 200 und 600 plus minus
Das konnte ich so natürlich nicht lassen, also habe ich das Poti der Drosselklappe wieder im Uhrzeigersinn gedreht, bis er wieder normal lief. Quasi den Zustand, wie es vorher war. Was aber meiner Meinung nach völlig falsch ist, da dann die Widerstandswerte nicht mehr stimmen.

Andere Lösung wäre gewesen: In dem sägenden Zustand das Leerlaufschräubchen (Drosselklappenanschlagschraube) weiter reindrehen, um die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen. Wobei ja gesagt wird, dass diese Schraube nicht verstellt werden darf. Würde ja gehen, dann ist aber die Drosselklappe nie richtig geschlossen, was ja auch nicht sein soll.

Kennt jemand das Problem? Ist hier irgendwo ein Denkfehler?
Rost ist heilbar.
oeddel
Forumsmitglied
 
Beiträge: 53
Registriert: Mi, 08 Mai 2019, 19:36
Wohnort: Edenkoben
Meine Fahrzeuge: 93er Samurai Santana 1.3

Re: Probleme nach Drosselklappen Einstellung

Beitragvon 4x4orca » So, 21 Mär 2021, 15:34

oeddel hat geschrieben:Hallo zusammen,

gestern bin ich mal an das Drosselklappenpoti ran, um das mal vernünftig einzustellen. Die passende Anleitung gibt es ja hier im Forum.
Siehe hier viewtopic.php?t=21816

Warum ich das mache? Hatte die Einspritzung auseinander gebaut um die Dichtungen zu erneuern. Der Motor lief nie wirklich schlecht, aber im 5.Gang ab 100km/k ist der Wagen manchmal einfach nur eine Gurke. Dachte hier eventuell entgegenwirken zu können.

Den notwendigen Wert von 0 Ohm habe ich jedoch nie hinbekommen, das kleinste war 200 Ohm an Klemme C und D, dachte aber das sollte passen. Den nötigen Unterdruck am Drosselklappenansteller habe ich mit dem Mund hinbekommen und den Unterdruckschlauch zugedrückt, das hat gut funktioniert. Die Fühlerlehre mit 0,2; 0,3; und 0,4 hatte ich auch zur Hand und immer wieder mit dem Multimeter gemessen.
Nach dem Zusammenbauen gings dann los. Sehr unrunder Leerlauf, richtig schönes sägen. Das blaue Ventil (mir fällt der Namen gerade nicht ein) mit den zwei Unterdruckschläuchen, hat die ganze Zeit angesteuert bzw. gegengeregelt. Das war ein durchgehendes Klackern. Hat man den Schlauch am Luftfiltergehäuse abgezogen, so hörte man ein schnelles dumpfes Klopfen aus dem Schlauch. Ein dunkler Ton, als würde man mit der Hand auf eine große Kiste klopfen. Mit ein bisschen mehr Gas ging das ganze Weg. Mit erreichen des Leerlaufs fing es dann wieder an. Drehzahl schwankte immer zwischen 200 und 600 plus minus
Das konnte ich so natürlich nicht lassen, also habe ich das Poti der Drosselklappe wieder im Uhrzeigersinn gedreht, bis er wieder normal lief. Quasi den Zustand, wie es vorher war. Was aber meiner Meinung nach völlig falsch ist, da dann die Widerstandswerte nicht mehr stimmen.

Andere Lösung wäre gewesen: In dem sägenden Zustand das Leerlaufschräubchen (Drosselklappenanschlagschraube) weiter reindrehen, um die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen. Wobei ja gesagt wird, dass diese Schraube nicht verstellt werden darf. Würde ja gehen, dann ist aber die Drosselklappe nie richtig geschlossen, was ja auch nicht sein soll.

Kennt jemand das Problem? Ist hier irgendwo ein Denkfehler?


Das blaue Ventil macht genau das, was es soll. Nämlich die Leerlaufdrehzahl regeln. Das passiert durch das beschriebene schnelle öffnen und schliessen (klackern).
Getriebevirtuose
Benutzeravatar
4x4orca
Moderator
 
Beiträge: 5008
Registriert: Mo, 02 Okt 2006, 20:34
Wohnort: 63811 Stockstadt
Meine Fahrzeuge: 2 x Samurai 90/91

Re: Probleme nach Drosselklappen Einstellung

Beitragvon oeddel » So, 21 Mär 2021, 17:02

ok, danke schon mal. Dass heißt, dieses klackern ist normal und soll so sein?
Dann hätte ich ja nur noch das Problem mit dem niedrigen und schwankenden Leerlauf. Wie bekomme ich das in den Griff?
Rost ist heilbar.
oeddel
Forumsmitglied
 
Beiträge: 53
Registriert: Mi, 08 Mai 2019, 19:36
Wohnort: Edenkoben
Meine Fahrzeuge: 93er Samurai Santana 1.3

Re: Probleme nach Drosselklappen Einstellung

Beitragvon muzmuzadi » So, 21 Mär 2021, 18:55

oeddel hat geschrieben:Schräubchen (Drosselklappenanschlagschraube) weiter reindrehen, um die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen. Wobei ja gesagt wird, dass diese Schraube nicht verstellt werden darf. Würde ja gehen, dann ist aber die Drosselklappe nie richtig geschlossen, was ja auch nicht sein soll.

Ist hier irgendwo ein Denkfehler?

Ja da ist einer. :wink: Die Schraube bringt nichts weil der Leerlauf über eine Unterdruckdose gesteuert wird. Die Erfahrung mußte ich auch schon machen. :oops:


und schwankenden Leerlauf. Wie bekomme ich das in den Griff?

Keine Ahnung. Bei mir war er zu hoch, so zw. 1500 und 2000 und hat in dem Bereich gesägt. Das hat sich nun schon zum 3. Mal selbst repariert. #-o 10 km über die Autobahn prügeln und es war weg. Das Mal vorher aber ich den Motor an einem Berg auf einer Bundesstraße bis über 5500 drehen lassen und dann war wieder alles i. O. . Keine Ahnung warum, wenn es wieder geht mache ich mir keinen Kopf mehr. :wink:
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
durch den tausch von geld gegen einen solchen scheißhaufen wirst du mitglied im suzuki offroad club und darfst dich offiziell als nicht ganz dicht bezeichnen :)
Benutzeravatar
muzmuzadi
Moderator
 
Beiträge: 13385
Registriert: So, 20 Nov 2005, 12:19
Wohnort: 01900 Großröhrsdorf
Meine Fahrzeuge: Suzuki Samurai JSA
Qek Junior

Re: Probleme nach Drosselklappen Einstellung

Beitragvon oeddel » So, 28 Mär 2021, 9:56

Ich habe das Problem gefunden.
Nach dem oben genannten Debakel, habe ich das Drosselklappenpoti wieder so verdreht gehabt, dass die Leerlaufdrehzahl wieder einigermaßen passend war. Wohl wissend, das es aber falsch ist, aber dennoch funktionierte. Immerhin bin so etwa 1 Jahr lang gefahren und bis gestern auch noch/wieder.
Dann dachte ich mir aber, wenn man schon etwas korrekt einstellen möchte, ohne zu wissen das die anderen Sensoren richtig funktionieren, bringe das ja nichts. Also habe ich folgendes bestellt und getauscht:

Ansaugluftsensor
Kühlwassersensor
Lambdasonde
Temperaturgeber? (Der 1-polige)

Ich weis nicht warum, aber die Lambdasonde habe ich zuerst gewechselt. Motor gestartet und er lief alles andere als rund. Drehzahl viel zu niedrig. Gefühlt 100-300. Jetzt hatte ich wohl eine funktionierende Lambdasonde, aber ein Drosselklappenpoti welches total falsch eingestellt ist. :roll:
Dann habe ich noch die anderen drei Sensoren getauscht und dann fein säuberlich das Poti eingestellt. Die Anschlagschraube wurde nicht weiter rein gedreht sondern wieder auf Werkseinstellung gebracht.

Wie soll ich sagen, der Motor läuft jetzt perfekt auf 850 Umdrehungen und das Leerlaufregelventil macht auch das was es soll. =D>
Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen

LG
Rost ist heilbar.
oeddel
Forumsmitglied
 
Beiträge: 53
Registriert: Mi, 08 Mai 2019, 19:36
Wohnort: Edenkoben
Meine Fahrzeuge: 93er Samurai Santana 1.3


Zurück zu Technische Fragen & Probleme - Das "HILFE-Forum"

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Fabmaister, Razzio