ich möchte gerne meinen Umbaubericht mit euch teilen. Ich habe über die letzten 2 ½ Jahre in meinen Sj410 einen Opel X20SE inklusive Schaltgetriebe aus einem Omega B verpflanzt. Das ganze Projekt hat sich etwas in die Länge gezogen da ich nebenbei noch einen Techniker in Teilzeit mache und die gewohnte Arbeit kommt auch noch dazu
Ich werde den Bericht wahrscheinlich Stück für Stück mit euch teilen, hab zwar viele Bilder vom Umbau gemacht, habe aber teilweise schon wieder vergessen was ich da alles fabriziert habe



Die Basis ist mein treuer Sj410 den ich nur für reinen Offroad gebrauch verwende. Nach dem letzten Einsatz war aber Schluss mit lustig. Der Motor hat gefühlt mehr Öl und Wasser als Sprit verbrannt.
Die Diagnose zeigte kein erfreuliches Bild. Kolbenringe durch, Zylinderkopfdichtung durch und den Kopf hat es massiv verzogen. Hinzu kam auch noch, dass bei der Demontage 3 Zylinderkopf Bolzen im Block abgerissen sind. Ein Totalschaden also.
Natürlich wurde dann sofort überlegt was jetzt zu tun ist-->erstmal den Motor ausbauen

Ich hatte schon seit längerem von mehr Leistung geträumt und nun war der Punkt gekommen wo ich einen größeren Umbau rechtfertigen konnte.
Ich habe mir hier viele Umbauten angeschaut VW Motoren, Renault, BMW und auch Opel.
Letztendlich ist meine Entscheidung auf den X20SE gefallen der Nachfolger vom C20NE. (Die Entscheidung für das modernere Modell wird noch ein großes Problem mit sich bringen, dazu später mehr)
Die Vorteile zum Original Motor und anderen Motoren liegen auf der Hand. Mehr Leistung, mehr Hubraum. Ein sehr früh anliegendes maximales Drehmoment, 8V Freiläufer und eine schon fast unkaputtbare Bauweise. Und noch relativ häufig auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden.

Ein Motorenspender wurde schnell gefunden. Ein Opel Omega B 2.0 V von 1995. Der Wagen hatte einen Unfall und war vorne Links deutlich verzogen. Der Motor schnurrte aber wie ein Kätzchen und hatte entspannte 150.000 Km runter. Ich habe den Wagen für 300 Euro erworben. Ein echter Schnapper!
Nachdem der Wagen eingetroffen ist ging es sofort an die Demontage. Was soll ich sagen, ich hätte mir nie vorgestellt das ein 30 Jahre altes Auto so verdammt viele Kabel hat!
Den Motorkabelbaum vom Hauptkabelbaum zu trennen war der absolute Horror! Letztendliche konnte ich mich aber durch den Salat durchkämpfen und habe alle wichtigen Kabel beschriftet.

Mit ein bisschen Gewalt und lieben Worten rückte der Wagen endlich seinen Motor und Getriebe raus. Der erste Eindruck: man ist der groß! Kein Vergleich zum Original Motor.


Nun, weiter geht’s. Den Motor mal schnell in den SJ rein um grob die Position zu bestimmen… Aber weit gefehlt.
Ich musste das Blech großzügig um den Motor und Getriebe ausschneiden um den Motor überhaupt in meine gewünschte Position zu bekommen. Der Plan war nämlich den schweren Klotz so weit wie möglich nach hinten zu drücken. Er sollte natürlich auch nicht zu hoch sitzen. Alleine für den Schwerpunkt und um die Ausgangswelle des Getriebes so gut wie möglich mit dem VTG zu fluchten.
Im Bild kann man sehen, dass das Zündmodul was hinten am Motor montiert ist weit in den Innenraum rein ragt.
Der Platz zwischen den Kotflügeln war ausreichend. Lediglich die Servo und Kimapumpe musste demontiert werden da diese leider nicht an der Lenkstande vorbei gepasst haben.
Da ich aber sowieso bereits eine Elektrische Servopumpe mit Vitara Lenkgetriebe verbaut habe ist das weniger tragisch
