Kurzbericht: Die Odysee zum Campingplatz

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Kurzbericht: Die Odysee zum Campingplatz

Beitragvon damaltor » Mo, 06 Jun 2022, 17:35

So, wir haben endlich einen Wohnwagen gekauft und renoviert. Baujahr 1990, also ein ähnliches Alter wie unser kleiner Jeepy. Einmal alles zerlegt, einmal alles neu, einmal alles schön. Nur eine Anhängekupplung am großen Auto fehlt noch... also dachten wir uns: Letztes Jahr mit dem gemieteten Wohnwagen ging es ja auch, fahren wir eine kleine Runde zum Einweihen, zu einem Campingplatz in der Nähe. 30 km - was soll schon passieren...

Also los, Wohnwagen gepackt, Jeepy gepackt, angehängt und los. Hinfahrt ohne besondere Vorkommnisse. Ankunft am Platz - nicht überragend organisiert, nach der Anmeldung muss man wenden, rausfahren, wieder wenden, neu reinfahren und abbiegen... aber gut, klappt auch. Direkt hinter dem Tor dann plötzlich: Kupplung trennt nicht mehr hinreichend. Ersten Gang im Stand bei ausgeschaltetem Motor eingelegt, gestartet, den Hänger bis zum Stellplatz gezogen, abgehängt und per Hand ordentlich hingestellt. Kann ja so schlimm nicht sein, ist sicher ordentlich warm geworden... geht morgen bestimmt wieder... mmhm.

Nächster Tag: Kupplung trennt immer noch nur gerade so, Gang einlegen bei laufendem Motor praktisch unmöglich. Also wieder ersten Gang eingelegt vor dem Motorstart, möglichst ohne Anhalten nach Hause gefahren (ohne Wohnwagen, klar). Kupplungszug ein paar Umdrehungen nachgezogen, geht wieder. Zurück zum Campingplatz, ein paar entspannte Tage genossen. Wunderbar.

Und dann die Heimfahrt... Das letzte Stück, 5km Autobahn, leicht bergauf. Stau. Also die schlechteste Kombi... Bergauf, knallende Sonne, kein Fahrtwind, stockender Verkehr, Anhänger. Die Temperaturnadel krabbelt langsam aber sicher immer höher... Heizung auf Volldampf um wenigstens etwas Wärme abzuführen. Und dann der Supergau: Kupplung trennt nicht mehr. Ist der Gang drin, fährt das Auto vorwärts. Und wir im Tunnel, mit der Temperaturnadel nahe am oberen Limit. Irgendwie bis zur nächsten Haltebucht gekämpft, hart geschaltet, angehalten. 10 Minuten Pause, abkühlen lassen. Werkzeug noch dabeigehabt, Kupplung nachgezogen bis zum Ende, hilft nicht, trennt nur gerade so, mit Mühe...

Der Verkehr läuft wieder. Erster Gang rein, Motor starten, Auto will schon vorwärts, Eingefädelt - alles bremst. Gang raus geht, Gang rein geht nicht. Irgendwie zur nächsten Haltebucht im Tunnel gerobbt, wieder angehalten, wieder abkühlen. Klar, in dem Moment bewegt sich der Verkehr wieder. Nach 10 Minuten wieder eingefädelt, am Unfall (brennendes Auto, war bis dahin schon weg) vorbei, klar, alle bremsen nochmal um zu gaffen.... aber immerhin nicht angehalten. Mit 40 und Warnblinker bis zur Ausfahrt, runter von der Autobahn und ohne weitere Gangwechsel bis nach Hause.

Was für ein Kampf! Ich hoffe, das das Getriebe beim harten Schalten nicht zu sehr gelitten hat... Das Endergebnis: Kupplungszug ist gebrochen. Da kann man natürlich nachstellen, wie man will...

Dennoch: Lustiger Urlaub, aufregende Rückfahrt, schöne Zeit gehabt :)

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Re: Kurzbericht: Die Odysee zum Campingplatz

Beitragvon CH.W » Mo, 06 Jun 2022, 20:59

okay, schlimmer kann es dann nicht mehr kommen 8-[

Aber du hast etwas erlebt und davon kannst du noch in Jahren erzählen, dass du dich da durchgeschlagen hast. :wink:

Mal was anderes. Was brauch der SJ wenn du so mit LKW Geschwindigkeit dahin rollst?

Mein Kofferanhänger mit einer höhe von etwa 210cm und einer breite, ohne Räder, von etwa 160cm braucht mein SJ etwa 14l auf 100km.
Die Wand des Anhänger steht natürlich auch senkrecht im Wind.

Ist das mit der Schräge beim Wohnwagen besser?
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Re: Kurzbericht: Die Odysee zum Campingplatz

Beitragvon damaltor » Mo, 06 Jun 2022, 21:40

Überraschenderweise nicht viel mehr als ohne... geht bei mir so gegen 11 Liter, und ohne fahre ich mit rund 9
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Re: Kurzbericht: Die Odysee zum Campingplatz

Beitragvon CH.W » Mo, 06 Jun 2022, 22:26

okay, ohne Anhänger fahre ich mit 12l. Wahnsinn was die bauten ausmachen.
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